SABRO Herde-Blog
17:41 Uhr - 6. Januar 2015 - sabro

Große Trauer und viele Sorgen bei SABRO

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Einen Tag vor Heiligabend ist Fiete gestorben. Er hat einen akuten Bandscheibenvorfall mit 14,5 Jahren bekommen. So etwas ist in diesem Alter nicht mehr operabel und auch mit Cortison-Spritzen war es in unserem Fall nicht den Griff zu bekommen. Wir haben ihn hier zuhause im Kreise seiner SABRO Rudelfreunde gehen lassen müssen.

Natürlich werden jetzt viele von euch denken, seid doch dankbar, daß er als Doggen-Mix so ein biblisches Alter erreicht hat!

Wir sind auch dankbar dafür, weil er ja mit 7 Jahren nach der Räumung des Schrebergartens – wo er damals gelebt hat – schon eingeschläftert werden sollte, und danach gleich noch einmal wegen einer Fehldiagnose auf Magentumor – das alles hat er überlebt und danach 7,5 wunderbare Jahre seines Lebens mit uns geteilt.

Jetzt ist er wieder mit seiner Schwester Finchen zusammen, die schon vor 1,5 Jahren wegen Knochenkrebs eingeschläfert werden musste.

Sie fehlen uns sehr, unsere beiden sanften Riesen….

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Kurz nach Fietes Tod ging unsere Pechsträhne zu Weihnachten dann gleich weiter:

Rapunzel – unsere alte Cockerhündin – konnte auf einmal nicht mehr laufen.

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Als wir Fieber gemessen haben, wurden wir ganz panisch: 41 Grad Fieber!

Die Vermutung eines Nierenversagens lag nahe, da Rapunzel schon immer sehr schlechte Nierenwerte hatte und nur dank Medikamenten und Spezialfutter überhaupt zurecht kommt.

Also wieder am Feiertag in die Klinik. Zum Glück war es nur ein starker Infekt, den wir nach langer Antibiotika-Gabe jetzt in den Griff bekommen haben.

Ja und wir waren noch gar nicht ganz durch mit Rapunzels Behandlung, da schwoll Wolkes Auge zu.

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Also noch mal im Notdienst in die Klinik: Diesmal direkt zu Neujahr…

Klar war, daß sich ein Fremdkörper im Auge befand. Man sagte uns, daß der Fremdkörper mit hoher Wahrscheinlichkeit in der Hornhaut steckt und nicht entfernt werden könnte, ohne das das Auge ausläuft.

Einen Tierarzt, der uns mit Hilfe von Mikrochirugie einen Flap auf`s Auge hätte setzen können, gab es nicht. Anrufe bei anderen Kliniken – Fehlanzeige – keine OP zu Neujahr…

Also musste Wolke noch eine Nacht aushalten und wir düsten gleich am nächsten Morgen nach Bad Zwischenahn zu einem Spezialisten. Der nahm eine Pinzette und entfernte ein Pflanzenteil ganz ohne OP!!! Das Ganze dauerte keine 2 Minuten!

Nur schade, daß sich durch die lange Wartezeit mit dem Fremdkörper schon ein ziemlich großer Hornhautschaden gebildet hatte…

Jetzt muss der arme Kerl noch eine ganze Weile mit Kragen laufen und bekommt permanent Tropfen ins Auge.

Eine „erholsame Weihnachtszeit“ sieht anders aus. Auch bei uns läuft eben nicht immer alles glatt. Dies als kleinen Trost für alle, bei denen es ähnlich lief und die auch keine Erholung bekommen haben.

Manchmal ist eben alles gegen einen…

Immerhin konnte in der Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr durch unsere Hilfe ein entlaufener Tierschutzhund hier aus dem Dorf wieder eingefangen werden und so dem sicheren Tod auf der Bundesstraße entgehen.

Liebe Grüße von einem durch Fietes Fortgang nicht mehr sehr vollständigen

SABRO Team